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Markt Bütthard

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Begehung in Bütthard am 15.10.2016


In Bütthard fand die Ortsbegehung am 15.10.2016 statt.
Am Samstag, 15.10.2016 wurde im Rahmen des Kulturwegeprogrammes Bütthards reiche Vergangenheit besichtigt.

In der ersten Begehung im Projekt "Kulturwege für Bütthard" bestichtigte die Arbeitsgruppen Büttharder Ortskern mit seinen vielen und meist noch sichtbaren Schätzen. Das Ensemble rund um das Rathaus sowie die damalig große Zahl an Gasthäusern und Handwerksbetrieben zeugten von der bedeutsamen Vergangenheit des Marktes.

Gemeinsam mit Dr. Gerrit Himmelsbach, Projektleiter des Archäologischen Spessartprojektes e.V. (ASP) und Dozent an der Uni Würzburg, haben sich die Teilnehmer in dieser ersten Begehung zunächst auf den Hauptort konzentriert und dabei Bekanntes aber auch Neues erfahren können. Im nächsten Treffen werden dann die Ortsteile in Augenschein genommen.
Am Treffpunkt Rathaus standen die Teilnehmer auch direkt im historischen Kern der Gemeinde, welche bereits im Jahr 1503 mit dem Marktrecht ausgestattet wurde. Das Ensemble aus Rathaus (ehem. Schule), dem Pfarrhaus (ehem. Benefiziatenhaus) der Kirche und der Zehntscheune entstand nur wenige Jahre später. Direkt an der Kirche zu sehen ist das Grab von Alois Kraus aus dem Jahr 1825, einem wohlhabenden Handelsmann, der zu Lebzeiten eine Stiftung zur Unterstützung der armen Bürger aus Bütthard gegründet hatte.

Dass eine Vielzahl der Häuser im Kernort früher Handwerks- oder Handelsbetriebe und Wirtshäuser waren sieht man heute noch ansatzweise, zeigt aber das reichhaltige Leben, was bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand. Als Hinweis auf einen gewissen Wohlstand lässt sich der der Anschluss des Gasthauses "Zum Stern" an das Elektrizitätsnetz im Jahr 1896 als erstes Haus in Bütthard betrachten. Denn im Vergleich dazu wurden die ersten Gebäude in Würzburg erst im Jahr 1899 mit Elektrizität versorgt. Den wenigsten bekannt war die Mikwe, das jüdische Ritualbad, unter dem Anwesen der Airbrush-Künstlerin Ute Morawetz verbirgt - auch dies ein Zeichen der vielfältigen Gesellschaft in Bütthard.

Außerhalb des historischen Ortskerns, welcher durch eine Befestigungsmauer mit drei Torhäusern umgeben war - die Torsteine sind noch heute zu sehen - besichtigten die Teilnehmer noch die Marienkapelle, ein Bau Julius-Echters aus dem Jahr 1620, welche durch die Lage am Fränkischen Marien-Wanderweg von vielen Pilgern aufgesucht wird. Die Gruppe warf noch einen Blick auf das "Försterskreuz" von 1595, welches am Rand des Gemeindewaldes liegt, welches einer Sage nach für einen fürstbischöflichen Forstbeamten errichtet wurde, den seine verlassene Geliebte ermordet hatte.

Abschluss und Ausklang des Besichtigungstages war eine gemeinsame Brotzeit im Gasthaus "Zum Stern", bei der die Teilnehmer das Gesehene gemeinsam Revue passieren ließen.

Wer keine Zeit hat, sich aktiv am Projekt "Kulturwege für Bütthard" zu beteiligen aber historische Fotos von Bütthard und seinen Ortsteilen besitzt, kann mit diesen ebenfalls eine große Hilfe sein. Wenden Sie sich dazu einfach an Herrn Bürgermeister Gramlich oder den Allianzmanager Sebastian Grimm.

Neben Bütthard werden derzeit mit Bieberehren, Giebelstadt, Riedenheim und Tauberrettersheim noch in vier weiteren Gemeinden des südlichen Landkreises an Kulturwegen gearbeitet. Unter dem Projekt "Kulturwegenetz im Fränkischen Süden" koordiniert die interkommunale Allianz die einzelnen Arbeitsgruppentreffen und wird diese zukünftig zu einem gemeindeübergreifenden Arbeitskreis zusammenführen. So sollen zum einen die Akteure vernetzt und zum anderen auch gemeinsame Themen herausgestellt und verbunden werden.


Fotos von der Kulturwegebegehung in Bütthard am 15.10.2016

Die Büttharder begeisterte die Kulturwegebegehung und lieferten viele Geschichten und wertvolle Hinweise dafür.







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